Im gemeinsamen Gespräch wird die Ärztin oder der Arzt Dir eingehend zu Deinem Wohlbefinden und Deinen Beschwerden befragen. Andererseits hast aber auch Du bei diesem Termin die Gelegenheit, der Expertin oder dem Experten gezielte Fragen zu stellen.
Tipps fürs Arztgespräch
- Sei offen: Du solltest Dich trauen, alles anzusprechen, was Dich zum Thema Migräne interessiert oder beunruhigt.
- Stell Fragen: Notiere Dir vorab, was du wissen möchtest. Es gibt keine „falschen Fragen“ und traue Dich gezielt nachzufragen, wenn Du etwas nicht verstehst.
- Nimm Stift und Papier mit: Es ist hilfreich, wenn Du Dir wichtige Informationen direkt notieren kannst.
Welche Medikamente nimmst Du ein?
Gib Deiner Ärztin bzw. Deinem Arzt genaue Informationen darüber, welche Medikamente Du gegen welche Erkrankungen oder Beschwerden einnimmst. Erstelle zu diesem Zweck vor dem Termin eine entsprechende Übersicht über
- alle Medikamente (Sind es verordnete oder rezeptfreie Medikament? Nimmst Du sie regelmäßig oder bei Bedarf ein?),
- den Einnahmegrund (Warum hat Du sie eingenommen? Z.B. Kopfschmerzen, andere Erkrankungen),
- die Dosierung (Welches Medikament hast Du in welcher Dosis eingenommen? Wurde die Dosis gesteigert?),
- die Einnahmehäufigkeit (Wie oft – an welchen Tagen und zu welcher Tageszeit – hast Du die Medikamente eingenommen?).
Zu den Medikamenten, die Du gegen Deine Kopfschmerzen bzw. Migräne-Attacken einnimmst, solltest Du auch notieren, wie sie sich auf die Beschwerden ausgewirkt haben. Hat sich die Anzahl der Attacken während der Einnahme verändert? Lässt eventuell die Wirkung der Medikamente mit der Zeit nach? Hast Du möglicherweise festgestellt, dass Du in letzter Zeit mehr Medikamente nehmen musstest, um die Schmerzen auszuhalten?
Migräne-Tagebuch: Deine persönliche Dokumentation
Ein Migräne-Tagebuch hilft Dir und Deiner Ärztin oder Deinem Arzt, Muster und Triggerfaktoren zu erkennen. Es unterstützt dabei, die richtige Diagnose zu stellen und die Behandlung darauf auszurichten. Es ist hilfreich, wenn Du schon vor dem ersten Termin über mehrere Wochen notierst, …
… wann die Beschwerden auftreten,
… wie stark sie sind,
… welche Begleiterscheinungen Du hast und
… was du gegessen, getan oder erlebst hast.
Das Migräne-Tagebuch sollte Dich auch darüber hinaus begleiten. Wenn Du es regelmäßig führst, siehst Du auch, wie gut die Behandlung wirkt, ob die Tage, an denen die Migräne Dich beeinträchtigt, weniger werden und ob Du mehr gute Tage erlebst. Auch für Deine Ärztin oder Arzt ist Dein Migräne-Tagebuch ein wichtiger Beleg darüber, ob die verordnete Behandlung gerechtfertigt ist. Ein Beispiel zum Herunterladen und Ausdrucken findest Du hier.